Wenn man einen Zugang zum
Internet haben möchte dann reicht es nicht aus, einfach nur einen
DSL-Anschluss beim gewünschten Zugangs-Provider anzumelden, man
benötigt auch einen so genannten DSL-Zugangs-Tarif. Bei diesen
Tarifen, mit denen quasi die Benutzung für den Transport der
Informationen durch die Netze der Dienste-Anbieter abgegolten wird,
gibt es vier verschiedene DSL-Tarif-Modelle.
So bieten so genannte DSL-Call-by-Call-Anbieter die Möglichkeit,
sich ohne Laufzeitvertrag ins DSL-Netz einzuwählen. Hierzu benötigen
Sie allerdings einen DSL-Anschluss der auch aktiv ist. Außerdem
müssen Sie sich bei dem by-Call-Anbieter registrieren, damit
Ihr Zugang auch zugeordnet und abgerechnet werden kann. Derartige
by-Call-Angebote werden zeitbasiert oder volumenbasiert angeboten.
Sie bezahlen lediglich den tatsächlichen Verbrauch in Ihrem vereinbarten
Tarif.
In den meisten Fällen wird der DSL-Kunde wohl eine DSL-Flatrate
buchen. DSL-Flatrates sind Pauschaltarife zum Preis von monatlich
etwa fünf Euro (Stand 2010). Mit dieser Flatrate können
Sie dann uneingeschränkt im Internet surfen und brauchen sich
keine Gedanken über mögliche Zusatzkosten zu machen. Allerdings
gilt bei den DSL-Flatrates eine so genannte "Fair"-Nutzung.
Zwar ist das Volumen des Traffics nicht vorgeschrieben, die Provider
signalisieren allerdings, dass diese Flatrates auf der Basis von
fünf Gigabyte Traffic kalkuliert sind und niemand diese Grenze
überschreiten sollte. Es gibt allerdings einige "Heuschrecken",
die diese Regelung schamlos ausnutzen und scheinbar den ganzen Tag
und die ganze Nacht nichts anderes zu tun haben, als Musik-Dateien
oder Videos aus dem Internet zu laden. Wenn sie dann vom Provider
als "Power-User" betitelt und gekündigt werden, dann
dürfen sich diese Personen mittels Presse über die ihnen
erfahrene Ungerechtigkeit noch aufregen. Die Kündigung des
Power-Users dient allerdings dem Schutz der übrigen DSL-Kunden,
denn würde der Provider den Power-User als Kunden weiter behalten,
müsste er letztlich den Preis für die DSL-Flatrate anheben
und dann hätten alle Kunden unter der Download-Sucht einiger
weniger zu leiden.
Zu Zeiten als die Internet-Zugänge noch relativ teuer waren
(bis etwa Ende 2006), gab es noch zwei weitere DSL-Tarif-Varianten,
nämlich DSL-Zeittarife und DSL-Volumentarife. Wie die Namen
schon sagen, wurden die Kunden je nach Tarif entweder zeitbasiert
oder volumenbasiert abgerechnet.
Beide Tarif-Varianten hatten ihre Berechtigung, ihre Vorteile und
auch ihre Nachteile. Hat der Kunde beispielsweise einen DSL-Zeittarif
gebucht, so konnte er innerhalb des vereinbarten Zeitlimits (zumeist
20, 40 oder 100 Stunden im Monat), so viel Traffic verursachen wie
er wollte. Blieb er in seinem Zeitfenster, so hatte er keine weiteren
Kosten zu befürchten. Legte der Kunde allerdings Wert darauf,
möglichst lange im Internet surfen zu können, so war er
mit einem DSL-Volumentarif wesentlich besser bedient. So lange er
das in seinem Tarif vereinbarte Monatsvolumen an Traffic nicht überschritt,
hatte auch dieser Kunde keine weiteren Kosten zu befürchten.
Nur wenn er seinen Verbrauch nicht im Auge hatte und Mehr-Traffic
verursachte, dann wurde es zumeist sehr teuer.
Heute gibt es wie gesagt, zumeist nur noch DSL-Flatrates. Im Rahmen
der DSL-Komplett-Pakete sind diese Flatrates preislich auch gar
nicht mehr ausgewiesen.
Die durchschnittlichen DSL-Komplett-Pakete bestehend aus einem DSL-
und Telefonzugang einschließlich der Flatrates zum uneingeschränkten
Surfen im Internet und uneingeschränkte Telefonate ins deutsche
Festnetz sind heute (Stand 2010) zum pauschalen Monatspreis von
etwa 20,00 Euro zu haben. Eine gute Selektion und Darstellung von
DSL-Tarifen finden Sie beispielsweise bei www.dslweb.de.
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